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Neuer Siemens-Standort in München : „Berlin hat sich nicht bemüht“

05.05.2011 12:09 Uhrvon und

München wird der künftige Sitz der neuen Siemens-Konzernsparte Infrastruktur und Städte. Und nicht etwa Berlin.

Berlin - „München bietet mit der hervorragenden Infrastruktur der Stadt einen Showcase für zeitgemäße Lösungen.“ Das ist einer der Hauptgründe die Siemens-Chef Peter Löscher nannte, warum München der künftige Sitz der neuen vierten Konzernsparte Infrastruktur und Städte sein wird. Und nicht etwa Berlin. Während München eine große Zahl gemeinsamer Projekte mit Siemens vorzuweisen hat – die neue U-Bahn zum Beispiel –, sind diese in Berlin rar. Berlin ist zwar der weltweit größte Produktionsstandort des Konzerns mit knapp 13 000 Mitarbeitern. Hier baut Siemens unter anderem die weltgrößten Gasturbinen. Doch in der ganzen Region gibt es kein einziges Referenzkraftwerk.

Auch in einem zweiten Punkt geht Berlin leer aus: Siemens schafft neben dem bereits in London im Bau befindlichen Kompetenzzentrum für Städte zwei weitere in Asien und den USA. Damit will das Unternehmen Plattformen für den Austausch mit Kunden und Meinungsbildnern schaffen und seine globalen Vertriebsstrukturen stärken. Für Berlin ist das nicht vorgesehen.

Der neue Sektor wird ab dem 1. Oktober 2011 also aus München heraus gesteuert. Wie viele Mitarbeiter die neue Führung der 81 000 Mitarbeiter starken Sparte haben wird, ist offen. Die entsprechende Organisation soll schlank und effizient sein, sagt Siemens. Mehr verrät der Konzern nicht. Auch nichts darüber, ob auch die Leitung der Verkehrstechnik (Mobility), die im vergangenen Jahr erst nach Berlin gezogen ist, nun ebenfalls nach München geht. Mobility ist wichtigster Teil der neuen Sparte. Für einen Verbleib in Berlin spricht, dass hier der größte Mobility-Kunde sitzt, die Bahn.

Wie Berlin auf Siemens zuging, um den Sitz der Sparte in die Hauptstadt zu bekommen, ist unklar. „Zu vertraulichen Gesprächen mit Investoren sagen wir öffentlich nichts“, ließ der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit über seinen Sprecher Richard Meng mitteilen. Auch Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) wollte sich nicht zu Details äußern und verwies auf den vertraulichen Charakter der Gespräche. „Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, Wirtschaftssenator Harald Wolf, die Wirtschaftsverwaltung und Berlin Partner haben in vielfältigen Kontakten mit Akteuren der Siemens AG auf allen Ebenen für die Stärken des Standortes Berlin geworben“, erklärte Wolfs Sprecher Stephan Schulz lediglich.

Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast wirft dem Senat dagegen vor, er habe nichts dafür getan, Siemens für die Hauptstadt einzunehmen. „Berlin hat sich nicht bemüht. Man hätte jede Woche mit Siemens Kontakt knüpfen müssen. Aber ich kenne keine entsprechenden Aktivitäten des Regierenden Bürgermeisters“, sagte Künast dem Tagesspiegel. Wowereit hätte Siemens die städtische Infrastruktur als Gesamtkonzept anbieten müssen, sagte sie. „Berlin hätte das weltweite Referenzmodell für Siemens werden können.“ Sabine Beikler/Corinna Visser

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