Wirtschaft : Neuer Verdacht gegen Telekom-Chef

Bonn - Die Telekom hat einen angeblichen neuen Verdacht gegen Konzernchef René Obermann in Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen zurückgewiesen. Ein Unternehmenssprecher sagte am Samstag, es gebe keine Hinweise darauf, dass Obermann von einer Art Geheimabkommen mit der mazedonischen Regierung gewusst habe, geschweige denn an diesem mitgewirkt habe. Der „Spiegel“ hatte berichtet, die Bestechungsaffäre beim mazedonischen Telekom-Ableger MakTel könne für Manager der Telekom und Konzernchef Obermann brisanter werden, als bislang vermutet. Das Magazin bezieht sich auf ein Schriftstück der US-Anwaltskanzlei Debevoise-Plimpton, die Rechtsberaterin der Telekom ist. Danach wirft die Bonner Staatsanwaltschaft den Telekom-Managern vor, eine Art Geheimabkommen mit der mazedonischen Regierung verhandelt zu haben. Darin sollen millionenschwere Zahlungen an die Regierung mit der Nichtvergabe einer dritten Mobilfunklizenz in Mazedonien verknüpft worden sein. Obermann sei nach Meinung der Staatsanwaltschaft über den Stand der Geheimverhandlungen unterrichtet gewesen. dpa

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