Wirtschaft : Neues Angebot für Logistik von Karstadt

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Essen Der Verkauf eines weiteren Logistik-Pakets des Karstadt-Quelle-Konzerns kommt offenbar voran. Das westfälische Unternehmen Rhenus hat nach eigenen Angaben ein Angebot für die Versandzentren von Neckermann in Leipzig und Quelle in Frankfurt am Main abgegeben. „Wir sind jetzt in vertieften Sondierungsgesprächen“, sagte Rhenus-Sprecher Thomas Westphal am Freitag. Er rechne mit einer Entscheidung im Mai. Die Gespräche würden mit den Vorständen der Versandtöchter geführt, und liefen unabhängig von den Personalentscheidungen an der Spitze des Essener Konzerns. Vorstandschef Christoph Achenbach war am Donnerstag zurückgetreten.

Auch die Post, die bereits für 200 Millionen Euro einen Teil der KarstadtQuelle-Logistik gekauft hatte, bekundete Interesse an den Versandzentren. „Wir haben aber noch kein Angebot abgegeben“, sagte ein Post-Sprecher. Der Wert der Versandzentren von Neckermann und Quelle wird auf 220 Millionen Euro geschätzt.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Vorstandschef Christoph Achenbach steht KarstadtQuelle offenbar noch ganz am Anfang. Aufsichtsratschef Thomas Middelhoff soll die Suche nach einem ausgewiesenen Handelsexperten selbst in die Hand nehmen. „Middelhoff ist beauftragt worden, uns schnellstmöglich einen oder besser noch mehrere Kandidaten vorzuschlagen“, sagte ein Mitglied des Gremiums am Freitag zu Reuters. Ein Nachfolger solle möglichst in den nächsten drei Monaten gefunden werden, auf jeden Fall aber in diesem Jahr. „Alles andere kann sich der Konzern nicht leisten.“ dpa

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