Wirtschaft : Neues „Gesicht“ für Europa

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Pünktlich zur IAA will Ford ein neues DesignKonzept präsentieren. Sportlicher und kraftvoller soll das „Ford-Gesicht“ aussehen. Designer Martin Smith, der auch schon für Porsche, Audi und Opel tätig war, hat es speziell für den europäischen Markt entwickelt. Der aufwändig gestaltete „iosys“ zum Beispiel, mit nach oben öffnenden Türen, wird auf der Messe erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Mit der neuen Linie will sich Ford Europe bewusst vom US-amerikanischen Markt abgrenzen. Denn dort hat der Autokonzern derzeit massive Absatzprobleme und schreibt rote Zahlen.

Bei der Ford-Tochter in Deutschland rechnet man in diesem Jahr hingegen mit wachsenden Marktanteilen. „Bis zum Jahresende wollen wir über den im Vorjahr erreichten 7,5 Prozent liegen“, kündigte Bernhard Mattes, Chef der Ford Werke GmbH in Köln, vor kurzem an. Gerade erst hat das Unternehmen in den Kölner Standort, wo die Modelle Fiesta und Fusion produziert werden, 525 Millionen Euro investiert. Insgesamt 1000 neue Arbeitsplätze entstanden dort. Im zweiten, kleineren deutschen Ford-Werk im saarländischen Saarlouis wird der Ford-Focus hergestellt und in 80 Länder, unter anderem Japan, Australien und Großbritannien, exportiert. Insgesamt sind in den deutschen Werken derzeit rund 26 000 Mitarbeiter beschäftigt, 2800 mehr als im Vorjahr. Weltweit hat Ford in den vergangenen Jahren hingegen massiv Stellen abgebaut. Auch in Europa sanken die Mitarbeiterzahlen von 2002 bis 2004 um 5000 auf 38000.

Ford Europe, in dessen Bilanz auch der Standort Deutschland einfließt, will in diesem Jahr den Gewinn deutlich steigern. Europa-Chef Lewis Booth erwartet, dass der Konzern 2005 rund 160 Millionen Euro verdient, das sind knapp 60 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. pvs

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