Neues Informationssystem : Versicherer wollen Betrügern das Handwerk legen

Versicherungsbetrug wird künftig schwerer. Das liegt an dem neuen Hinweis- und Informationssystem (HIS), das am 1. April eingeführt wird. Die Auskunft erlaubt es den Versicherern, sich leichter als bisher einen Überblick über problematische Kunden zu verschaffen.

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Berlin - „Das System hilft, die Risikoprüfung schneller und effizienter zu gestalten sowie Versicherungsbetrug und -missbrauch aufzudecken“, sagte Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung beim Versicherungsverband GDV, am Donnerstag. Nach Informationen des GDV belaufen sich die Schäden durch Versicherungsbetrug auf rund vier Milliarden Euro im Jahr.

Die Versicherer sollen Kunden bei HIS melden, wenn diese auffällig viele Schadensfälle haben oder die Schäden auffällig hoch sind. Auch Menschen mit besonders gefährlichen Berufen oder Vorerkrankungen landen bei HIS. Zwar melden die Versicherer schon jetzt auffällige Kunden, aber derzeit sind die Namen der Betroffenen verschlüsselt. Um die Informationen abzurufen, müssen sich die Sachbearbeiter der Versicherungen kurzschließen. HIS liefert dagegen den vollen Namen der Versicherten. Das System bringt aber auch für die Kunden Verbesserungen: Sie werden künftig über Einträge informiert und können Änderungen verlangen, wenn die Daten falsch sind.

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