Neues Mitglied in der Berliner Chemie-Lobby : Lanxess eröffnet ein Büro in der Hauptstadt

Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat am Donnerstag ein neues Konzernbüro in Berlin-Mitte eröffnet.

Berlin - „Es ist wichtig für einen großen Chemiekonzern, in Berlin präsent zu sein. Energiepolitik, Klimaschutz, grüne Mobilität – all diese großen Fragen, die Deutschland beschäftigen, werden in Berlin diskutiert“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Lanxess, Axel Heitmann, im Vorfeld der Eröffnung dem Tagesspiegel. „Wir wollen auch den Dialog mit der Politik stärken.“ Leiter der Berliner Vertretung wird Johannes Neukirchen, der bereits seit 2007 die Aktivitäten des Unternehmens in der Hauptstadt koordiniert. Auch andere Chemiekonzerne wie BASF unterhalten Vertretungen in Berlin.

Zugleich kündigte das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Leverkusen hat, am Donnerstag an, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Künftig sollen rund 150 statt wie bisher 100 Leute pro Jahr ausgebildet werden. „Gut ausgebildete junge Fachkräfte sind der Schlüssel für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum“, sagte Rainier van Roessel, Arbeitsdirektor von Lanxess. Auch Vorstandschef Heitmann hatte im Tagesspiegel-Interview betont: „Wir brauchen die besten Ingenieure, die besten Naturwissenschaftler und die besten Facharbeiter – ganz egal ob deutsche oder ausländische Experten.“

Für dieses Jahr erwartet Lanxess gute Geschäfte. „Natürlich wollen wir 2011 noch besser werden“, sagte Heitmann. „Wir sind auch für die Zukunft klar optimistisch.“ 2015 will der Konzern ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Sondereinflüssen von 1,4 Milliarden Euro erreichen. Am 17. März legt Lanxess seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 vor. Heitmann hatte im Tagesspiegel bereits einen Rekord angekündigt: „Das Jahr 2010 wird mit Sicherheit das beste Jahr unserer Firmengeschichte. Wir werden es auf Rekordniveau abschließen.“

Lanxess entwickelt und produziert Kunststoffe, Kautschuke und Spezialchemikalien. 2009 machte das Unternehmen einen Umsatz von gut fünf Milliarden Euro. jmi

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