Wirtschaft : Neues Statistisches Jahrbuch: Einkommensgefälle wird größer

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Die Unterschiede zwischen den höheren und niedrigeren Einkommensgruppen sind in Deutschland größer geworden. Dies stellte Johann Hahlen, Präsident des Statistischen Bundesamtes, am Donnerstag fest. Bei der Präsentation des Statistischen Jahrbuchs 2000 legte er auch erste Ergebnisse einer Untersuchung von 1998 bei 70 000 Haushalten vor. Danach belief sich das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen auf 5115 Mark monatlich. Dies bedeutete gegenüber 1993 einen realen Zuwachs von einem Prozent. Davon profitierten jedoch vor allem die oberen Einkommensgruppen, während die unteren leichte Einbußen hinnehmen mussten. 60 Prozent der Haushalte liegen unter dem Durchschnittseinkommen. In den neuen Ländern kommen die Haushalte durchschnittlich auf 76 Prozent des Einkommens im Westen. Besonders stark hat der Anteil der öffentlichen Transferleistungen an den Bruttoeinkommen zugenommen, der in den neuen Ländern 32 Prozent und im Westen 22 Prozent ausmacht. Trotz einer weiter steigenden Lebenserwartung erwartet das Bundesamt eine schrumpfende Bevölkerungszahl. Die Geburten würden in Zukunft die Sterbefälle nicht ausgleichen. Heute habe Deutschland gut 82 Millionen Einwohner. Bis 2050 dürfte diese Zahl auf 70 Millionen gefallen sein, in etwa die Einwohnerzahl von 1950.

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