Wirtschaft : Neues System zur Jobvermittlung

Zielgruppe ist der Mittelstand

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Berlin (chh). Die Göttinger Firma JobSync will von Oktober an ein neues Verwaltungssystem auf den Markt bringen, um die Vermittlung von Arbeitslosen an mittelständische Unternehmen zu forcieren. Job-Sync ist nach eigenen Angaben ein Zusammenschluss privater Unternehmer, Professoren und Unternehmensberater. Ziel sei es, eine qualitativ hochwertige Arbeitsvermittlung vor allem für den Mittelstand durchzuführen, sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Bartels am Freitag in Berlin. Die derzeit offiziell rund 400 000 offenen Stellen würden vor allem deshalb nicht besetzt, weil die Vermittlungsarbeit oft mangelhaft sei.

Job-Sync will detaillierte persönliche Profile von Arbeitsuchenden erstellen und in das System speichern. So soll unter anderem auch der Bedarf für Weiterbildungsmaßnahmen ermittelt werden. Außerdem soll es eine 30-sekündige Videosequenz geben – „damit sich der Arbeitgeber ein Bild von dem Arbeitsuchenden machen kann“, wie Bartels sagte. „ Wir stellen den Arbeitsvermittlern ein komplettes Verwaltungssystem zur Verfügung. Dann können sie sich auf ihre Kerntätigkeit konzentrieren: das Vermitteln.“

Man verhandele zudem momentan mit Internet-Jobbörsen über eine Zusammenarbeit und sei auch schon an die Bundesanstalt für Arbeit herangetreten. „Ich hoffe, dass man das dort diskutiert und sich dieser Idee öffnet“, sagte Bartels. „Wir wollen der Bundesanstalt keine Konkurrenz machen.“ Der System-Anschluss soll für Vermittler und Unternehmen kostenfrei sein. Bei einer erfolgreichen Vermittlung fordert Job-Sync dann eine Provision. Als Ziel nannte Bartels 50 000 Vermittlungen in den ersten drei Jahren.

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