Neues Tablet von Samsung : Attacke auf das iPad

Samsung verkauft mit Abstand die meisten Smartphones, doch im Tablet-Markt mussten sich die Südkoreaner bisher Apple mit seinem iPad geschlagen geben. Der neue Herausforderer heißt Galaxy Tab S und soll vor allem mit besonders guten Bildschirmen überzeugen.

Andrej Sokolow
Schön bunt. Vor allem eine bessere Grafik mit klaren Farben soll das neue Tablet auszeichnen.
Schön bunt. Vor allem eine bessere Grafik mit klaren Farben soll das neue Tablet auszeichnen.Foto: dpa

Samsung unternimmt einen neuen Anlauf, Apples iPads im Tablet-Markt zu entthronen. Der südkoreanische Konzern stellte in der Nacht zum Freitag in New York die neuen Modelle der Serie Galaxy Tab S vor. Sie sind mit einem 6,6 Millimeter dünnen Plastikgehäuse noch etwas flacher als die aktuellen iPads und haben etwas größere Bildschirme, die besonders naturgetreue Farben bei hohem Kontrast bieten sollen. Zudem soll das Displays mit Diagonalen von 8,4 und 10,5 Zoll wenig Strom verbrauchen.

Tablet und Smartphone sollen verknüpft werden

Die Geräte laufen mit dem Google-Betriebssystem Android. Mit der Funktion SideSync will Samsung seine Smartphones und die neuen Tablet-Computer besser miteinander verknüpfen. So kann man über das Tab S Anrufe annehmen oder auf Apps und Inhalte auf dem neuen Handy Galaxy S5 zugreifen. Unter den neuen Hüllen ist eine mit Tastatur, mit der sich das Tab S zum Notebook-Ersatz werden soll. Ein ähnliches Konzept verfolgt Microsoft bei seinen Surface-Tablets. Das kleinere Modell Galaxy Tab S 8.4 mit 16 Gigabyte Speicher kostet 399 Euro, das größere Modell Galaxy Tab S 10.5 soll für 499 Euro angeboten werden. Eine Mobilfunkoption (LTE) kostet jeweils 100 Euro Aufschlag. Das liegt in der Größenordnung der iPad-Preise. Über einen microSD-Kartenslot kann der Speicher um bis zu 128 Gigabyte erweitert werden. Die Geräte sind mit 465 beziehungsweise 294 Gramm ein wenig leichter als Apples iPad Air und iPad mini mit Retina Display.
Samsung verkauft mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent mit Abstand die meisten Smartphones und rückte zuletzt auch im Tablet-Geschäft vor. Mit mehreren Modellreihen kamen die Südkoreaner im vergangenen Jahr auf rund 40 Millionen abgesetzte Geräte, während von den iPads 70 Millionen verkauft wurden. Von Apple werden neue Modelle zum Herbst erwartet, der Konzern aktualisiert sie normalerweise einmal im Jahr. dpa

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