Wirtschaft : Neues von der Detroit Auto Show: Chef von General Motors räumt Imageprobleme bei Opel ein

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"Europa wird sich in diesem Jahr ähnlich wie 2000 entwickeln", prognostizierte General-Motors-Konzernchef Rick Wagoner in Detroit. Für Deutschland gebe es aber "einige Hoffnung", sagte Wagoner dem Handelsblatt. Der westeuropäische Automobilmarkt war im vergangenen Jahr leicht geschrumpft, der deutsche Markt brach sogar um gut zehn Prozent ein. General Motors (GM) und dessen deutsche Tochter Opel waren von diesem Nachfragerückgang zusammen mit Ford am stärksten getroffen. Bei GM Europa hatte sich in den vergangenen sechs Monaten ein Fehlbetrag von mehreren 100 Millionen Dollar aufgebaut. Der überwiegende Teil der Verluste entfällt dabei auf die deutsche GM-Tochter Opel.

Für die schlechte Ertragsentwicklung auf dem europäischen Markt macht Wagoner zum Teil den Trend zu mehr Kleinwagen verantwortlich. Grundsätzlich wird in der Automobilindustrie mehr Geld mit größeren Autos verdient. Nach den Worten Wagoners hat Opel in Europa zudem Image-Probleme. Von GM und Opel selbst verschuldet seien die zu langen Produktzyklen beim Vectra und beim Omega. Wagoner macht keine genauen Angaben dazu, was in der Oberklasse mit dem Omega passieren wird. "Wir wollen in diesem Segment vertreten bleiben", sagte er.

Opel hatte noch im alten Jahr das Projekt für einen großen Omega mit Acht-Zylinder-Motor ersatzlos gestrichen. Zu den Spekulationen um eine baldige Ablösung von Opel-Vorstandschef Robert Hendry äußert sich Wagoner nicht. "Wir haben ein gutes Management-Team in Europa", betonte er. Für die USA hatte GM zu Wochenbeginn eine erneute Rücknahme seiner geplanten Produktionszahlen im ersten Quartal verkündet. Statt 1,3 Millionen sollen jetzt nur 1,2 Millionen Fahrzeuge bis Ende März gefertigt werden.

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