Wirtschaft : Neues von der Detroit Auto Show: Porsche erwartet weiter steigenden Absatz auf dem US-Markt

Porsche steuert mit Vollgas ein weiteres Rekordjahr an. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2000/2001, dass am 31. Juli endet, konnte Porsche seinen Umsatz um 14 Prozent auf 2,15 Milliarden Mark steigern. Die Produktion erhöhte sich um elf Prozent auf 15761 Fahrzeuge. "Wir sind sicher, mehr als 50 000 Autos verkaufen zu können", sagte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking in Detroit. Der Auftragsbestand sei "sehr beeindruckend". Wiedeking versprach, alles zu versuchen, die langen Lieferzeiten von über einem Jahr für Porsches Topmodelle zu verkürzen. "Wir stoßen allerdings seit Jahren an unsere begrenzten Kapazitäten", räumte er ein.

Die Abkühlung des US-Automarktes bereitet dem Sportwagenhersteller wenig Sorgen. Wiedeking zeigte sich überzeugt, dass Porsche auch in Nordamerika den Absatz weiter steigern kann. Die USA sind mit rund 23 000 verkauften Sportwagen der mit Abstand wichtigste Markt. Derzeit gibt es allerdings bei vielen US-Kunden lange Gesichter. Rund 900 Fahrzeuge konnten nicht rechtzeitig zu Weihnachten ausgeliefert werden, weil die Schiffe wegen des schlechten Wetters die US-Häfen nicht erreichen konnten. Wiedeking sagte, dass sich Porsche erst im Lauf dieses Frühjahrs entscheiden will, ob der über 700 000 Mark teure Supersportwagen gebaut werden soll. An Interessenten mangele es nicht. Aber das Auto müsse sich selbst tragen und dürfe nicht durch andere Modelle quersubventioniert werden.

Im Geschäftsjahr 1999/2000 hatte Porsche mit 48 797 verkauften Fahrzeugen einen Rekord erzielt. Der Umsatz stieg um 15,4 Prozent auf 7,1 Milliarden Mark. Beim Vorsteuergewinn konnte Porsche mit 848 Millionen Mark sogar gut um ein Fünftel zulegen. Porsche stellt in Detroit den 911 GT2 vor. Der 462-PS-Renner steht ab Mai für 339 000 Mark bei den Händlern.

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