Wirtschaft : Neun-Jahres-Hoch auf beiden Seiten des Atlantiks

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Die Ölpreise steigen weiter. Ob das nach dem neuen Neun-Jahres-Hoch auf beiden Seiten des Atlantiks so bleibt, hängt nach Meinung von Analysten im wesentlichen davon ab, wie sich die amerikanischen Lager entwickeln. Jüngste Daten des American Petroleum Institute zu den Lagerbeständen in den USA wiesen darauf hin, dass möglicherweise noch Nachfrage nach Rohöl besteht.

Der Öl-Preis war in den vergangenen Tagen auf eine neue Rekordhöhe geschnellt, nachdem es Anzeichen dafür gegeben hatte, dass die Opec bei ihrem Treffen Ende März beschließen wird, die eingeschränkten Förderquoten beizubehalten. Auch die Ankündigung einer Kaltwetterperiode in den USA hatte dem Preis für Rohöl einen neuen Schub verpasst. Am Mittwoch war der Preis für Rohöl in London auf ein Neun-Jahres-Hoch gestiegen. Bei Handelsbeginn in London kostete nach Angaben von Händlern ein Barrel (159 Liter) der Marke Brent 26,30 US-Dollar. Am Donnerstag nachmittag pendelte ein Barrel Öl der Marke Brent bei knapp 26 Dollar.

Am Donnerstag berichtete die Internationale Energie-Agentur (IEA) in Paris über einen außergewöhnlich starken Anstieg der weltweiten Ölnachfrage im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Für das Jahr 2000 erwartet sie einen noch stärkeren Anstieg um durchschnittlich 2,4 Prozent.

Nach Meinung von Jens-Uwe Wöchter, Ökonom bei Dresdner Kleinwort Benson, werden sich die Öllager dieser Welt dann schneller leeren, wenn es in den USA kalt bleibt - oder wenn die Temperaturen in Europa wieder sinken. Dann könnte die Opec doch gegen eine Fortschreibung der Quoten stimmen. Dies würde die Preise gegen Jahresmitte sinken lassen. Für Dresdner Kleinwort Benson wird der Ölpreis im Januar bei 24 Dollar liegen, im ersten Quartal 2000 bei 23 Dollar und über das ganze Jahr 2000 hinweg im Schnitt bei 21 Dollar.

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