Wirtschaft : New-Economy-Lexikon: Inflationsfreies Wachstum

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An die New Economy knüpfen viele Wirtschaftswissenschaftler die Hoffnung auf ein inflationsfreies Wirtschaftswachstum. Als Beispiel wird auf die USA verwiesen. Vor allem die wachsende elektronische Vernetzung sei eine Quelle überdurchschnittlicher Produktivitätsgewinne, lautet die These. Der Kostendruck und damit der Druck die Preise zu erhöhen, ließen deutlich nach. Es werde möglich, den alten Zielkonflikt zwischen einem hohen Wachstumstempo und Vollbeschäftigung auf der einen und einer niedrigen Inflationsrate auf der anderen Seite aufzulösen. In den USA, so sagen die Verfechter dieser Theorie, habe es seit Beginn der neunziger Jahren tatsächlich ein inflationsfreies Wachstum bei gleichzeitigem Beschäftigungsanstieg gegeben. Andere Ökonomen widersprechen und führen diese positive Entwicklung auf die Unterbewertung des Dollars und niedrigere Energiepreise zurück. Längere Zeit kontrovers diskutiert wurden auch die Ursachen für die außerordentliche Produktivitätsentwicklung in den USA. In jüngster Zeit haben sich jedoch die Verfechter der These durchgesetzt, diese beruhe auf den neuen Technologien. Unstrittig ist hingegen, dass sich der Produktionsfaktor "Information" von den Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital deutlich unterscheidet. Bei der klassischen Produktion sinken die Kosten für das letzte Stück, die so genannten Grenzkosten, zunächst mit zunehmender Stückzahl. Die Unternehmen sind also bemüht durch Massenproduktion die Kosten zu senken. Bei der Information entstehen zwar zunächst sehr hohe Kosten. Ist die Information aber erstellt, tendieren die Grenzkosten gegen Null.

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