Wirtschaft : New-Economy-Lexikon: Informationsgüter

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Bücher, Börsennotierungen und Musik gibt es nicht erst seit Amazon.com, Comdirect und der Musiktauschbörse Napster. Allerdings hat das Geschäft mit Informationsgütern in der neuen Netzwerkökonomie besonderen Schwung bekommen. Alles, was digitalisiert als Datenstrom verschickt werden kann, wird nun über das Internet schneller und kostengünstiger verbreitet als früher. Während die Entwicklungskosten für Informationsgüter vergleichsweise hoch sind - denn hier fließt viel Wissen und Humankapital mit ein - sind die Reproduktionskosten verschwindend gering. Das heißt: Wenn die Erzeuger der Informationsgüter ihre Produkte günstig reproduzieren können, können ihre Konkurrenten sie auch billig kopieren. Daher versuchen die Entwickler von Informationsgütern, ihre Produkte durch Patente, Copyrights und Warenzeichen als exklusives Eigentum zu schützen. Der Preis des Informationsgutes richtet sich demnach nicht nach den Reproduktionskosten - sonst würde eine CD nur etwa zwei Mark kosten - sondern nach dem individuellen Nutzen der Information für den Konsumenten.

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