Wirtschaft : New-Economy-Lexikon: Produktivität

Der Tagesspiegel schlägt täglich ein Kap

Die Produktivität, eine der wichtigsten ökonomischen Kennzahlen, wächst durch die Segnungen der New Economy, durch Computer und durch das Internet. Jeder Beschäftigte kann in der gleichen Zeit mehr produzieren, und das beschert den Volkswirtschaften einen höheren Wohlstand - das zumindest verheißt die Theorie. In der Praxis sind deutliche Produktivitätssteigerungen in den meisten Branchen in Europa jedoch noch nicht messbar, allenfalls sind sie es in Amerika. Haben sich die Propheten also getäuscht? Wird die New Economy von Wissenschaftlern und Medien überschätzt? Vermutlich nicht, sagen die Ökonomen. Denn zum einen tut sich die amtliche Statistik schwer, neue Branchen und Produkte zuverlässig als Fortschritt zu messen. Zum anderen, so die Forscher, dauert es noch einige Zeit, bis die Produktivität auf Grund des Internets explodiert. Der Grund: Das World Wide Web könnte eine so genannte Basistechnik sein, wie in der Vergangenheit etwa die Dampfmaschine, der Verbrennungsmotor oder der Transistor. Diese Innovationen sorgten für Produktivitätszuwächse nicht in Trippelschritten, sondern in Quantensprüngen. Bis aber die Unternehmen ihre Struktur und ihre Betriebsabläufe auf diese neuen Techniken umgestellt haben, ziehen mitunter Jahre ins Land. brö

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