Wirtschaft : New-Economy-Lexikon: Spin-off

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Wenn ein Unternehmen sich von einzelnen Geschäftsfeldern trennt, um sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren, entstehen Spin-offs - junge Unternehmen, die dieses Geschäftsfeld zu ihrem Kerngeschäft machen. Typische Spin-offs sind Abspaltungen eines Konzerns im Bereich Forschung und Entwicklung. Auch wenn die rechtlich selbstständigen Spin-offs meist unter dem Dach einer Holding zusammengeführt werden, haben die Zöglinge dennoch eigenständig Zugang zum Kapitalmarkt - und davon profitiert das Mutterunternehmen. Wenn die Spin-offs an die Börse gehen, kann der Mutterkonzern die Aktien der börsennotierten Tochter als Akquisitionswährung einsetzen. Zum anderen steigt der Wert des gesamten Konzerns, da es sich bei den Abspaltungen meist um Wachstumssparten handelt, die von den Anlegern als selbstständige Gesellschaften oftmals höher bewertet werden, als wenn sie nur Teil eines Großunternehmens sind. Prominentestes Beispiel: Infineon. Der Aktienkurs der im Halbleitergeschäft aktiven Siemenstochter schnellte in den ersten Handelstagen Mitte März steil nach oben. Der Zeitpunkt für den Siemens-Spin-off war günstig: die Branche profitierte besonders vom Boom im Mobilfunk.

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