Wirtschaft : Niederländer kaufen Tochterunternehmen von Holzmann

Der drittgrößte niederländische Baukonzern Heijmans übernimmt die Holzmann-Töchter Dubbers Malden, Franki Grundbau sowie die Niederlassung Grafenwöhr. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter des Frankfurter Baukonzerns, Ottmar Hermann, am Freitag mitteilte, sei eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet worden. Die drei Tochterfirmen beschäftigen rund 400 Mitarbeiter. Die Verkaufsverträge würden in Kürze folgen. Heijmans will zudem weitere Teile des Hochbau-, Tiefbau- und Ingenieurgeschäftes übernehmen.

Damit ist sieben Wochen nach dem Insolvenzantrag zumindest für einige Mitarbeiter des Frankfurter Baukonzerns der Arbeitsplatz gesichert. Vermutlich in der kommenden Woche wollen Heijmans, Hermann und der Vorstand der insolventen Philipp Holzmann AG die Verkaufsverträge unterzeichnen. Die Vereinbarung über die Niederlassung Grafenwöhr stünde aber nach wie vor unter dem Vorbehalt einer Gesamtlösung für das Inlandsgeschäft. Denn eine Zerschlagung will der Insolvenzverwalter Hermann möglichst vermeiden.

Die Übereinkunft vom Freitag wird daher von beiden Seiten nur als "Zwischenschritt" bezeichnet. Sollten die Niederländer Teile des inländischen Hochbau-, Tiefbau- und Ingenieurgeschäftes übernehmen, werde dabei der Name Holzmann erhalten, betonte Hermann: "Für die weiteren Verhandlungen sind sich beide Seiten über einen eng gesetzten zeitlichen Rahmen einig." Der niederländische Baukonzern beschäftigt rund 10 000 Mitarbeiter. Im ersten Halbjahr 2001 erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 45,6 Millionen Euro bei einem Umsatz von 981 Millionen Euro.

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