Wirtschaft : Niedersachsen will Salzgitter halten

HANNOVER . Niedersachsen will seinen Anteil von 25,5 Prozent am Stahlkonzern Salzgitter langfristig veräußern, aber vorerst behalten. Das erklärte der Landesfinanzminister Heinrich Aller (SPD) am Freitag nach einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses im Landtag in Hannover. Die Salzgitter AG könne sich in Ruhe aus einer Position der Stärke heraus nach einer strategischen Partnerschaft, einer Kooperation oder einem Joint-venture umschauen, sagte Aller. Vor einem Monat war eine Fusion mit der luxemburgischen Arbed-Gruppe gescheitert, weil aus Sicht der Salzgitter AG zuviele Entscheidungskompetenzen nach Luxemburg verlagert worden wären. Aller betonte, alle strategischen Entscheidungen würden "ausschließlich in den Gremien und Organen des Unternehmens getroffen". Nach den monatelangen Auseinandersetzungen um Vorstandsquerelen und Fusionspläne habe der neue Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Lochte die Wogen geglättet, sagte Aller. Allerdings ist noch kein Nachfolger für den Vorstandschef Hans-Joachim Selenz in Sicht, der im Streit um seinen Führungsstil und die Fusionspläne gegangen war. Lochte suche "mit großem Nachdruck" einen neuen Vorstandschef.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben