Wirtschaft : Nike bleibt unbesiegt

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Unbestrittene Nummer eins im Sportartikelmarkt, der ein Volumen von weltweit 800 Milliarden Dollar hat, bleibt auch künftig Nike. Das USUnternehmen (Umsatz 2004: elf Milliarden Euro) profitiert vor allem von der Sportbegeisterung in den USA. Zudem werden amerikanische Frauen zunehmend sportbewusst und geben mehr Geld für Nike- Produkte aus. Der Marktführer verdankt seine ungeheure Popularität auch dem amerikanischen Basketballstar Michael Jordan, der für die Marke wirbt.

ADIDAS -SALOMON

Auch nach dem Kauf des US-Konkurrenten Reebok bleibt Adidas weltweit Nummer zwei der Branche. Erst im Mai hatte das Unternehmen (Umsatz 2004: 6,5 Milliarden Euro) die Trennung von Salomon angekündigt, der Ski- und Outdoorsparte. Neuer Eigentümer ist die finnische Amer-Gruppe. Adidas hatte Salomon 1997 für 1,2 Milliarden Euro gekauft. Ein Fehlgriff: Das margenschwache Wintersportgeschäft und die hohe Zinsbelastung aus der kreditfinanzierten Übernahme haben Adidas stark belastet. Ab 2006 will das Unternehmen wieder schlicht Adidas AG heißen.

REEBOK

Die Nummer drei der Branche (Umsatz 2004: 3,8 Milliarden Dollar) ist besonders in US-Sportarten wie Basketball oder Football, im Lifestyle- und im Joggingbereich stark vertreten. Mit der teuersten Werbeaktion der Firmengeschichte (Budget: 50 Millionen Dollar) versucht das Unternehmen gerade, sein Image zu verjüngen. Einen Erfolg erzielten die Amerikaner im Mai, als mit dem englischen FC Liverpool ein in Reebok-Trikots spielendes Fußballteam die Champions-League gewann.

PUMA

Puma (Umsatz 2004: 1,5 Milliarden Euro) setzt im Gegensatz zu Adidas viel stärker auf Lifestyle und war damit in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Das Unternehmen hat großen Ehrgeiz: Erst vor wenigen Tagen kündigten die Franken an, für Zukäufe in den kommenden fünf Jahren bis zu 500 Millionen Euro extra auszugeben. Ziel ist es, zu einer der drei führenden Sportartikelmarken weltweit aufzusteigen. pet/pvs

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