Wirtschaft : Noch mehr Fusionen

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Der Zusammenschluss von Siemens und Nokia ist ein weiteres Beispiel für den Konsolidierungsdruck unter den Netzausrüstern. Ende 2005 übernahm Ericsson den britischen Anbieter Marconi ; Anfang April schloss sich die französische Alcatel mit dem US-Konzern Lucent zusammen. „Die Unternehmen können Wachstum nur über Zukäufe realisieren“, sagt Arno Wilfert, Berater bei Arthur D. Little .

Grund dafür sind zum einen zahlreiche Fusionen unter den Mobilfunknetzbetreibern. Die aber haben mehr Marktmacht und können deshalb Preisnachlässe fordern. In den kommenden Jahren werden zwar zahlreiche Telekomkonzerne ihre Netze auf den Standard des Internet-Protokolls (IP) umrüsten und den Netz-Konstrukteuren damit neue Aufträge verschaffen. Damit ist aber weniger Geld zu verdienen als mit dem Aufbau von Mobilfunknetzen. Lars Godell vom Marktforscher Forrester plädiert für Kooperationen bei Forschung und Entwicklung. Allein könnten die oft spezialisierten Ausrüster kaum überleben: In der Telekombranche sind konvergente Produkte angesagt – etwa Handys, mit denen man auch im Internet surfen kann. Es werden deshalb weitere Fusionen erwartet. Als Übernahmekandidat gilt die kanadische Nortel . Aber auch eine Kombination von Weltmarktführer Cisco mit Motorola oder NEC mit Panasonic ist denkbar.HB

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