Wirtschaft : Nokia kämpft hart um Marktanteile

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Helsinki Der weltweite Handy-Markt wird in diesem Jahr stärker wachsen als zunächst angenommen. Die beiden HandyHersteller Nokia aus Finnland und das japanisch-schwedische Joint Venture Sony Ericsson gehen von mehr als 600 Millionen weltweit verkauften Geräten aus. Beide Konzerne konnten am Donnerstag mit ihren Quartalsberichten die Erwartungen der Analysten übertreffen. Nokia geht es etwas besser, sagte Konzernchef Jorma Ollilain Helsinki. Das Unternehmen verkaufte im dritten Quartal weltweit 51,4 Millionen Mobiltelefone – sechs Millionen mehr als vor einem Jahr. Für Nokia bedeutet das einen Marktanteil von 33 Prozent. Im Vorquartal war der Konzern unter die 30-ProzentGrenze gerutscht, vor allem weil er den Trend zu Klapptelefonen verpasst hatte. Vor einem Jahr hatte Nokia noch einen Marktanteil von 39 Prozent gehabt. Der Gewinn pro Aktie lag bei 14 Cent.

Nokia musste sich seine Marktanteile bei Handys allerdings mit deutlichen Preissenkungen erkämpfen. Die HandySparte bleibt die tragende Säule des finnischen Konzerns, verliert aber an Glanz. Der Umsatz sank um 13 Prozent auf 4,43 Milliarden Euro, der operative Gewinn um 44 Prozent auf 822 Millionen Euro.

Auch der Nokia-Konkurrent Sony- Ericsson hat die schwere Krise endgültig überwunden und überraschte mit starken Quartalszahlen: Der Vorsteuergewinn wurde mit 136 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdreifacht. Vor allem in Japan und Westeuropa liefen die Sony-EricssonHandys gut. Sony-Ericsson-Chef Miles Flint schätzt den Marktanteil seines Unternehmens nun auf 7,1 Prozent nach 6,6 Prozent im Juli. Der Umsatz zog auf 1,7 (1,3) Milliarden Euro an. Das Unternehmen rechnet auch 2005 mit einem weiteren Wachstum. dpa/hst/HB

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