Nokia : Mehr Smartphones verkauft als erwartet

Das finnische Unternehmen ist im vierten Quartal dank einer guten Nachfrage nach seinen Lumia-Smartphones in der Handysparte in die Gewinnzone zurückgekehrt. Auch beim Netzwerkbauer Nokia Siemens Networks lief es besser als erwartet.

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Nokia-Chef Stephen Elop stellte im September 2012 in New York die neuen Modelle mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows 8 vor.
Nokia-Chef Stephen Elop stellte im September 2012 in New York die neuen Modelle mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows 8 vor.Foto: Reuters

Nokia ist auf dem Weg aus der Krise: Das vierte Quartal verlief für den einst weltgrößten Handyhersteller besser als erwartet. Der frühere Ausblick für den Telefonnetzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) sei übertroffen worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zudem hätten das Handy-Geschäft und die neuen Lumia-Smartphones bessere Ergebnisse gebracht als erwartet. Nokia-Chef Stephen Elop nannte das vierte Quartal solide. Im Schlussquartal seien 6,6 Millionen Smartphones verkauft worden, darunter waren 4,4 Millionen Lumia-Geräte, hieß es.

An den Aktienmärkten sorgten die Zahlen für positive Reaktionen. An der Börse in Helsinki sprang die Nokia-Aktie 16 Prozent in die Höhe. Im Computerhandel in Frankfurt legte die Aktie in der Spitze um 18 Prozent auf 3,54 Euro zu.

Der frühere Weltmarktführer hatte in den vergangenen Jahren auf dem hart umkämpften Handymarkt den Anschluss verloren. Nokia-Geräte wurden zu Ladenhütern. So begehrte Bestseller wie die Galaxy-Modelle von Samsung oder das iPhone von Apple hatte Nokia nicht im Sortiment. Zum Vergleich: Samsung verkaufte im abgelaufenen Quartal Schätzungen zu Folge mehr als 60 Millionen Smartphones. Um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen schloss Nokia eine Partnerschaft mit dem Softwarekonzern Microsoft und brachte seine Lumia-Handys mit Windows-Betriebssystemen im November auf den Markt. Der Erfolg ist dringend nötig, da die Zahlen im dritten Quartal tiefrot waren. In dem Vierteljahr summierte sich der Fehlbetrag auf 943 Millionen Euro – das ist mehr als sechs Mal so viel wie im Vorjahresquartal. Der Umsatz brach um ein Fünftel auf 7,2 Milliarden Euro ein. Details zum vierten Quartal und dem Gesamtjahr will Nokia am 24. Januar präsentieren. vis/rtr

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