Wirtschaft : Nokia plant die Einführung eines Billig-Handys

HAMBURG (ADN). Der Mobil-Telefon-Hersteller Nokia plant die Markteinführung eines Billig-Handys. Das einfache Gerät, das weniger Funktionen biete als die Mobiltelefone, die derzeit auf dem Markt sind, soll vor allem den Absatz in Deutschland ankurbeln. Das berichtet die "Welt am Sonntag". "Ein Preis um 100 DM wäre sicherlich interessant", sagte Nokia-Vorstandsmitglied Veli Sundbäck dem Blatt. Einen genauen Termin für die Markteinführung konnte Sundbäck allerdings noch nicht nennen. Deutschland hinke bei der Verbreitung von Handys im internationalen Vergleich hinterher. Während in Skandinavien weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung mobil telefoniere und in Italien immerhin schon 40 Prozent, benutzten nur knapp 20 Prozent der Deutschen ein Handy. Den Grund für die Zurückhaltung in der Bundesrepublik sehe Nokia in "überzogen hohen" Mobiltelefon-Gebühren, mit denen sich die Betreiber die subventionierten Geräte bezahlen ließen. "Durch die Zuschüsse steigen die Telefonpreise extrem", sagte Sundbäck. Zudem müßten sich die Kunden über mehrere Jahre an einen Mobilfunk-Anbieter binden und wüßten gar nicht, was ein Telefon tatsächlich koste. Das Billig-Handy soll nun ohne Subventionen und damit auch ohne lange Vertragsbindungen auskommen. So kann der Kunde schneller zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

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