Wirtschaft : Nokia schlägt sich besser

Weltgrößter Handyhersteller überrascht positiv

Helsinki - Unter seinem neuen Chef, dem Kanadier Stephen Elop, hat der weltgrößte Handyhersteller Nokia eine überraschend gute Bilanz vorgelegt. Vor allem dank eines guten Absatzes billigerer Smartphones schnitt der Konkurrent von Apple und Samsung im Quartal besser ab als erwartet. Der Aktienkurs setzte zu einem Höhenflug von zeitweise mehr als neun Prozent an.

Experten zeigten sich vor allem von den Durchschnittspreisen für Handys beeindruckt. Mit 65 Euro je Gerät erreichte Nokia erstmals seit fast zehn Jahren einen höheren Preis als im Vorjahr. Der Quartalsbericht sei exzellent angesichts der Tatsache, dass die Produktpalette sehr schwach gewesen sei, sagte Analyst James Dawson von Morgan Stanley. „Der Gewinn in der Handysparte liegt 30 Prozent über den Erwartungen, das ist ganz klar ein sehr großer Wurf.“ Nokia fehlen attraktive, hochpreisige Smartphones. Erst Ende September kam das N8 auf dem Markt, das einzige Modell, das es ernsthaft mit Apples iPhone aufnehmen könnte.

Im dritten Quartal verkaufte Nokia weltweit 110,4 Millionen Handys. Der Marktanteil lag somit etwas unter 30 Prozent. Der Gewinn im Quartal sank von 0,17 Euro je Aktie im Vorjahr auf 0,14 Euro. Analysten hatten aber mit nur 0,10 Euro gerechnet. Den Umsatz bezifferte Nokia mit 10,3 Milliarden Euro. rtr

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