Wirtschaft : Nokia verkauft mehr Handys

hast/HB

Wieder einmal hat Nokia, der größte Handyhersteller der Welt, einen Freudensprung an den Börsen ausgelöst. Der Konzern deutete gestern an, dass die Zielvorgabe für das laufende vierte Quartal erreicht oder möglicherweise sogar übertroffen werden könne. Als Grund nannte der Weltmarktführer das gut laufende Weihnachtsgeschäft sowie ein starkes Produktsortiment mit neuen Modellen. Nokia rechnet mit einem Umsatzwachstum im vierten Quartal von 20 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Der Gewinn im laufenden Quartal werde am oberen Ende der Erwartungen von bis zu 0,18 Euro je Aktie oder sogar noch etwas darüber liegen, erklärte Finanzchef Olli-Pekka Kallasvuo gegenüber Analysten.

Zwar hatte der Branchenprimus im vergangenen Jahr noch einen Gewinn je Aktie von 0,25 Euro erwirtschaftet, doch nach den Terroranschlägen in den USA und der allgemeinen Unsicherheit im gesamten Telekommunikationssektor wurde die Bestätigung der früheren Nokia-Prognose von den Aktienmärkten gut aufgenommen. Der Nokia-Kurs erreichte gestern mit 28,5 Euro den höchsten Stand seit vergangenen Juni. Seit den Terroranschlägen am 11. September hat sich der Nokia-Kurs verdoppelt. Nokia rechnet mit einem weiteren Anstieg des Marktanteils. In dieser wegen des Weihnachtsgeschäfts wichtigsten Periode werde man 105 bis 110 Millionen Mobiltelefone verkaufen.

Doch der Konzern musste auch einräumen, dass das Netzwerk-Geschäft in diesem Jahr etwa 20 Prozent geringer als 2000 ausfallen werde. Der Grund für den schwächelnden Markt für Mobilfunknetze liegt an der deutlich zurückgegangenen Investitionsbereitschaft vieler Telekom-Konzerne.

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