Nordex : Investoren machen Kasse

Die Großaktionäre des Windanlagenbauers Nordex AG prüfen einen Verkauf ihrer Anteile. Offenbar wollen sie den derzeit hohen Kurs des Unternehmens kapitalisieren.

Hamburg/Rostock - CMP ist bisher mit 26,7 Prozent an der Nordex AG beteiligt, Goldmann Sachs hält 17,4 Prozent. Nach Worten des Nordex-Sprechers Ralf Peters hat das Unternehmen derzeit einen Börsenwert von knapp 1,7 Milliarden Euro.

Ob und in welcher Form es zu einer vollständigen oder teilweisen Veräußerung kommen werde, sei aus Nordex-Sicht zum jetzigen Zeitpunkt völlig offen. Peters schloss nicht aus, dass es sich bei der derzeitigen Verkaufsprüfung auch nur um einen Test handelt. Zu den insgesamt rund 44 Prozent, die die beiden Großaktionäre halten, könnten laut Peters noch weitere 8 Prozent kommen. Diese seien im Besitz der HSH Nordbank und der HypoVereinsbank, die Großaktionäre könnten darauf Einfluss nehmen.

Nordex gehe nicht davon aus, dass Finanzinvestoren Interesse an einem Kauf zeigen könnten, sagte Peters. Eher sei an industrielle Investoren aus der Windbranche oder dem Kraftwerksbereich zu denken.

Eine Milliarde Umsatz in 2008 angepeilt

Auf der Hauptversammlung Mitte Mai in Rostock-Warnemünde hatte Nordex für die ersten drei Monaten des Jahres einen deutlichen Gewinnanstieg vermeldet. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 151 Millionen Euro zu. Für 2008 peilt die Gesellschaft eine Milliarde Euro Umsatz an. Der Auftragsbestand liegt nach Unternehmensangaben bei rund 1,4 Milliarden Euro. Nordex ist damit bis 2008 eingedeckt.

Fast 90 Prozent der Aufträge kommen aus dem Ausland. Weltweit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben in 18 Ländern mit Büros und Tochtergesellschaften vertreten. Ende 2006 beschäftigte die Gruppe rund 1000 Mitarbeiter. Die Nordex AG hat ihr Stammwerk in Rostock, der juristische Sitz der Gesellschaft ist in Norderstedt. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar