Wirtschaft : Nordsee: Schnellrestaurantkette verlängert Zeichnungsfrist

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Die Bremerhavener Schnellrestaurantkette Nordsee verschiebt den Börsengang. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll "eine der leckersten Aktien der Welt" erst am 2. Juli an die Frankfurter Börse gehen, die Zeichnungsfrist wurde um zwei Tage verlängert und endet nun am 27. Juni. Angesichts des derzeit schwierigen Klimas bei Börsengängen hat Nordsee auch das Emissionsvolumen und den Preis für die Aktie gesenkt.

Der Festpreis beträgt nun 15 Euro. Bisher lag die Spanne zwischen 19 und 24 Euro. Statt bislang 9,775 Millionen umfasse das neue Angebot jetzt bis zu 7,5 Millionen Aktien. Davon stammen fünf Millionen Stückaktien aus einer Kapitalerhöhung, von 1,5 Millionen Anteilen wollen sich Altaktionäre trennen. Zusätzlich ist eine Mehrzuteilungsoption von einer Million Aktien vorgesehen. Bei vollständiger Ausübung betrage das Emissionsvolumen somit bis zu 112,5 Millionen Euro. Trotz des großen Bekanntheitsgrades von Nordsee war die Nachfrage nach dem Papier der Fischimbisskette in den letzten Tagen eher verhalten. Ein Händler des Börsenmaklers Schnigge sagte, die Nordsee-Aktien würden derzeit bei 14 Euro gehandelt, während es ab einem Preis von 15 Euro Verkaufsorders gebe. Nordsee ist mit mehr als 400 Standorten größter Imbiss-Anbieter von Fisch- und Meeresfrüchten in Europa. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2000/2001 verbesserte sich der Umsatz im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent auf 396 Millionen Mark, das Ergebnis stieg um 24 Prozent auf 57 Millionen Mark.

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