Wirtschaft : NRG Energy Inc.: Einstieg bei der Veag geplant

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"Wir wollen gemeinsam mit HEW die Veag vollständig übernehmen", sagte Manfred Raschke, erster Berater von NRG Energy-Vorstandschef David Peterson, dem Handelsblatt. NRG tritt damit in direkte Konkurrenz mit dem US-Konzern Southern Energy, der als erster sein Interesse an der Veag bekundet hatte und die unternehmerische Führung beim Berliner Energieversorger Bewag hat.

Die Gespräche mit den Hamburgischen Electricitäts Werken (HEW) laufen seit April. "Wir sind nahe dran, in ein Bieterkonsortium mit HEW einzutreten", sagte Raschke. Bislang hatte NRG Energy, als Anteilseigner der Mitteldeutschen Braunkohle AG (Mibrag) und 20-prozentiger Anteilseigner am Braunkohlekraftwerk Schkopau, nur eine nebengeordnete Rolle gespielt. Das könnte sich ändern: Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hatte es jüngst als "Sahnehäubchen" bei der Veag-Frage bezeichnet, wenn neben der Laubag auch das Thema Mibrag gelöst werden könnte. Ein Treffen zwischen Müller und NRG-Chef Peterson ist für den 12. September vorgesehen. Das Bieterverfahren für die Veag soll am 11. September beginnen. Hintergrund ist, dass sich Veba/Viag (Eon) und RWE/VEW wegen kartellrechtlicher Auflagen bei ihren Fusionen von ihren Beteiligungen in der ostdeutschen Stromwirtschaft trennen müssen.

Raschke geht fest davon aus, dass Southern nicht nur bei der Veag, sondern auch bei der Auseinandersetzung um die Bewag verlieren wird. Das Landgericht Berlin hatte E.on verboten, seinen 49-Prozent-Anteil an der Bewag ohne Zustimmung des Senats an HEW zu verkaufen.

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