Wirtschaft : NTT Docomo: Japanischer Mobilfunker steigt bei AT & T ein

ga/hus

Der japanische Mobilfunkriese NTT Docomo hat zwei weitere Übereinkünfte über strategische Beteiligungen außerhalb Japans geschlossen. Das Unternehmen beteiligt sich mit 16 Prozent an AT & T Wireless und mit 20 Prozent an der taiwanesischen KG Telecommunications. Die beiden Transaktionen haben ein Volumen von 12,3 Milliarden Euro. NTT Docomo setzt bei seiner Globalisierungsstrategie auf den Standard "W-CDMA" (Wideband Code Division Multiple Access). Dieser konkurriert mit dem für die USA und auch für Japan von dem Telekomkonzern KDDI geplanten Standard CDMA-2000. NTT Docomo geht es vor allem um die globale Vermarktung der für seinen G3-Standard entwickelten speziellen Netz-Dienste und den hierfür in Japan seit 1999 angebotenen Vorläufer-Dienst "I-mode". Dazu hat das Unternehmen Minderheitsbeteiligungen in Europa (Hutchison, KPN Mobile) und Hongkong (Hutchison Telephone) erworben. Auch in den jetzt mit AT & T und der taiwanesischen Telekomgesellschaft unterzeichneten Memoranden ist daher der Transfer des Know-hows an I-mode und des Geschäftskonzepts an den Partner vorgesehen. AT & T Wireless ist noch ein Unternehmensbereich von AT & T, der im Laufe des nächsten Jahres verselbstständigt werden soll.

Japans führender Fernmeldekonzern NTT Corp., der aus der früheren staatlichen Inlands-Fernmelde-Monopolgesellschaft hervorgegangen ist, befindet sich selbst gegenwärtig noch zu 53,1 Prozent im Besitz des Staates. Die jetzige Beteiligung an AT & T Wirelesse könnte auch Implikationen für das Engagement des international führenden Telekomkonzerns in Japan haben. Gegenwärtig ist AT & T gemeinsam mit der British Telecommunications Plc mit jeweils 15 Prozent an der Japan Telecom Co. beteiligt, die mit einer Beteiligung von 54 Prozent Hauptaktionär der Mobil-Telekomgesellschaft J-Phone ist.

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