Wirtschaft : Nürnberger Kreditinstitut wächst kräftig weiter - Börsengang in ein bis zwei Jahren

Die Nürnberger Umweltbank ist weiter auf Wachstumskurs. Der Gewinn stieg 1999 um rund 20 Prozent auf über eine Million Mark, sagte Vorstandssprecher Horst Popp am Montag in Nürnberg. Das Geschäftsvolumen wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 114,5 Millionen auf 376,7 Millionen Mark. So genannte "grüne" Aktien- und Fondemissionen hätten zu einem wesentlichen Teil zum Jahresergebnis des "Spezial-Kreditinstitutes" beigetragen, sagte Popp. Aber auch das 100 000-Dächer-Programm der Bundesregierung zur Förderung der Solarenergie habe Investitionen in diesen Bereich und damit das Wachstum vorangetrieben, sagte Popp.

Die Umweltbank legt das Geld ihrer rund 4000 Teilhaber und Aktionäre ausschließlich in umweltfreundlichen Energieprojekten und ökologischen Bauvorhaben an. Der größte Anteil fließt in die Förderung der Solarenergie. Aber auch Wasser- und Windkraftanlagen sowie ökologische Immobilien gehören zum Geschäftsfeld. Nach Angaben des Vorstandssprechers sind durch die Geschäftstätigkeit der Bank seit ihrer Gründung vor drei Jahren 178 300 Tonnen Kohlendioxid weniger ausgestoßen worden. Dies entspreche dem privaten Stromverbrauch einer Stadt wie Bonn. Popp kündigte an, das Kreditinstitut werde den erwirtschafteten Gewinn voll an die Anteilseigner ausschütten. Für das Jahr 2000 strebe die Umweltbank ein ähnliches Wachstum an. Dazu beitragen soll unter anderem die Neuerrichtung einer Windparkanlage mit einem Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Mark. Die Umweltbank, nach eigenen Angaben Marktführer im ethisch-ökologischen Finanzbereich, werde in ein bis zwei Jahren selbst an die Börse gehen, kündigte Popp an.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben