• Nur 25 deutsche Großunternehmen sind nach angelsächsischen Methoden klassifiziert, Nachteile für Mittelstand befürchtet

Wirtschaft : Nur 25 deutsche Großunternehmen sind nach angelsächsischen Methoden klassifiziert, Nachteile für Mittelstand befürchtet

Die europäischen Bemühungen, für Banken und Firmen einheitliche Bewertungsmethoden über Risiken zu etablieren, dürfen nach Ansicht der deutschen Kreditinstitute nicht zu Lasten des Mittelstandes gehen. Die in der Finanzwelt diskutierten Vorschläge müssten in jedem Fall mittelstandsfreundlich sein, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Wolfgang Arnold, am Dienstag in Frankfurt (Main). Die Beurteilung von Firmenrisiken dürfe nicht ausschließlich privaten Agenturen überlassen werden. Sonst könnte vor allem der deutsche Mittelstand bei der Vergabe von Krediten das Nachsehen haben, da in Deutschland überhaupt nur 25 Großunternehmen nach in angelsächsischen Staaten üblichen Methoden klassifiziert sind. Die Banken sollen weiter auch hausintern so genannte Ratings beibehalten. Die Deutsche Bundesbank nannte die Anstrengungen in Europa, die Bewertungsmethoden zu vereinheitlichen, einen Schritt zu mehr Sicherheit. Zugleich warnte Bundesbank-Direktoriumsmitglied Helmut Schieber davor, sich auf derart vereinheitlichte Ratings zu verlassen. Kreditgeber dürften ihre eigenen Risikobewertungen nicht vernachlässigen.

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