Wirtschaft : Nur die Kreuzberger Solon AG ist börsennotiert

BERLIN (kwi).In der letzten Zeit sind immer mehr Unternehmen an die Börse gegangen, auch die Zahl der Aktionäre ist angestiegen.Noch schlecht sieht es aber bisher für die aus, die ökobewußt ihr Geld anlegen, indem sie mit ihrem Kapital typische Ökounternehmen wie Windkraft-, Solarenergie- oder Naturkosthersteller unterstützten wollen."Bisher gibt es relativ wenig richtige Ökoaktien in Deutschland," sagt Michael Schäfftlein, Gesellschafter der Umweltfinanz GmbH in Berlin.Schon länger am Markt wären Entsorgungs- und Recyclingunternehmen wie etwa die Lösch AG sowie die Berzelius Umwelt Service AG (BUS), die Metallabfälle recycelt.

Aber es tut sich etwas.Die in Berlin ansässige Solon AG ist im Oktober an die Börse gegangen.Das Kreuzberger Unternehmen produziert und vertreibt mit knapp 30 Beschäftigten Anlagen für die Herstellung von Solarstrom und strebt für 1999 erstmalig die Gewinnschwelle an.Die Aktie ist bereits recht gestiegen: Der Emissionskurs lag bei 15 DM, und nun notiert die Aktie bereits mit 22 DM.Noch in diesem Jahr, so kündigte das Unternehmen vor wenigen Tagen an, will das Cuxhavener Windstromunternehmen Plambeck Neue Energien AG an die Börse gehen.Das erst vor drei Jahren gegründete Unternehmen macht einen Umsatz von 53 Mill.DM und will diesen im nächsten Jahr durch neue Windparks verdreifachen.Für das nächste Jahr haben die SAG Solarstrom AG, Freiburg, sowie die Wasserkraft und regenerative Energien AG (WRE) ihren Börsengang angesetzt, beide handeln schon jetzt außerbörslich mit Aktien.Nicht nur das Angebot an Ökoaktien, auch die Nachfrage steigt.Der Regierungswechsel habe bei vielen "einen Klick im Kopf ausgelöst", sagt Schäfftlein.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar