Wirtschaft : Nur zehn Prozent auf dem Stand der Technik

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Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid glauben 70 Prozent der Deutschen, ihre Heizung sei auf dem neuesten technischen Stand . Doch laut der Sanitär und Heizungsbranche ist dies nur bei jedem zehnten Haushalt der Fall. Tatsächlich sei auf die Wärmeproduktion von Gebäuden fast ein Viertel der CO2-Emissionen in der Bundesrepublik zurückzuführen, so der Zentralverband der Heizungs- und Sanitätsbranche ZVSHK am Donnerstag in Berlin. Dieser Anteil könne durch die verstärkte Nutzung von modernen Heizkesseln, Biomasse und Solaranlagen stark gesenkt werden. Wegen der hohen Preise für die moderne Technik entspreche allerdings selbst bei den neu eingebauten Anlagen nur jede zweite dem neuesten Standard. Der ZVSHK fordert deshalb statt des jetzigen „Förderungswust“ ein individuelles Energiekonzept bei jedem Neubau und jeder Sanierung und ein Wärmegesetz, das den verstärkten Einsatz von regenerativen Energien beim Heizen fördert. Verbandspräsident Bruno Schliefke forderte Investitionszuschüsse durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau oder steuerliche Vorteile für die Bauherren.

Die Branche verzeichnete zuletzt mit einem Umsatzanstieg von fast drei Prozent die beste Entwicklung seit Jahren. „Die Auftragslage der Betriebe ist hervorragend“, sagte Schliefke am Donnerstag in Berlin. So würden nach dem Abbau von Arbeitsplätzen und Lehrstellen in den vergangenen zehn Jahren inzwischen wieder Fachkräfte gesucht. hed

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