Wirtschaft : Nutzfahrzeuge: Opel und Renault bauen Transporter

Opel und Renault werden 2001 einen gemeinsam entwickelten Transporter in Europa auf den Markt bringen. Gebaut wird das leichte Nutzfahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen zwei und 2,8 Tonnen von der britischen General Motors-Tochter IBC Vehicles in Luton. Die Produktion soll 2001 zunächst 59 000 und danach 86 000 Einheiten im Jahr betragen. Dies teilten beide Autohersteller auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge mit, die am Freitagabend offiziell in Frankfurt (Main) eröffnet wurde.

Über den Preis der fast identischen Modelle, die mit einem Investitionsaufwand von 700 Millione Euro an den Start rollen, wollen weder Opel noch Renault nähere Angaben machen. Dies dürfte auch mit dem derzeit ungünstigen Wechselkurs zwischen dem britischen Pfund und dem Euro zusammenhängen. Als 1996/97 die Entscheidung für den britischen Standort Luton fiel, lag der Pfund-Kurs umgerechnet bei etwa 2,30 Mark. Mittlerweile hat der Wert des Pfundes um mehr als 40 Prozent auf 3,30 Mark zugenommen. Damit sind Exporte von der Insel auf den europäischen Kontinent kaum noch profitabel. Deshalb haben bereits die japanischen Autohersteller mit der Verlagerung von Produktionsstätten aus Großbritannien gedroht, falls es in absehbarer nicht zu einem Beitritt in die Europäische Währungsunion kommt.

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