Nyse-Übernahme : Nasdaq will Deutsche Börse ausstechen

Die US-Börse Nasdaq OMX will die Deutsche Börse bei der geplanten Übernahme der New Yorker Nyse übertrumpfen. Dazu legt Nasdaq zusammen mit dem Börsenbetreiber ICE ein konkurrierendes Angebot vor.

Die US-Börse Nasdaq OMX legt ein Gegenangebot für die Übernahme der New Yorker Nyse vor. Foto:
Die US-Börse Nasdaq OMX legt ein Gegenangebot für die Übernahme der New Yorker Nyse vor.

Das gab die Nasdaq OMX Group Inc. am Freitag in einer Pflichtmitteilung bekannt. Das Angebot macht den Angaben zufolge 11,3 Milliarden Dollar aus.

Geboten werden für jede Nyse-Euronext-Aktie 14,24 Dollar in bar sowie rund 0,4 Nasdaq-OMX- plus gut 0,14 ICE-Anteile. In Summe mache dies 42,50 Dollar je Nyse-Euronext-Aktie aus. Laut Nasdaq OMX übertrifft dieses Angebot die Offerte der Deutschen Börse auf Basis aktueller Aktienkurse um 19 Prozent. Ausgehend vom 8. Februar, dem Tag vor der Bekanntgabe fortgeschrittener Fusionsverhandlungen von Deutscher Börse und Nyse, liege es sogar 27 Prozent höher.

Nasdaq OMX macht den Nyse-Aktionären das Angebot mit der Aussicht schmackhaft, einen weltweit in allen wichtigen Segmenten des Börsengeschäftes führenden Anbieter zu formen.

Die Deutsche Börse und Nyse hatten Mitte Februar angekündigt, dass sie zusammengehen wollen. Die Aktionäre der nach Börsenwert gewichtigeren Frankfurter sollten nach den Plänen 60 Prozent am neuen gemeinsamen Unternehmen halten. Schon damals hatten Gerüchte über mögliche Gegengebote die Runde gemacht.

Bereits 2008 hatte die beiden Börsenbetreiber einen Anlauf zu einer Fusion genommen, waren aber gescheitert. Der zunehmende Wettbewerb - auch durch alternative Handelsplattformen - veranlasst die Konzerne aber zum Bündeln ihrer Kräfte. (dpa)

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