Wirtschaft : Odeon kosten bis zu 32 Euro

MÜNCHEN (rtr).Die Odeon Film AG will mit dem Erlös aus dem Börsengang ihren Anteil am deutschen Spielfilm- und Fernsehproduktionsmarkt ausbauen.Vorstandssprecher Michael Zrenner sagte am Dienstag in München, um sich als unabhängige Produktionsgesellschaft neben großen Unternehmen wie der Kirch-Gruppe und Bertelsmann zu behaupten, solle der erwartete Emissionserlös von 50 Mill.Mark überwiegend für Akquisitionen genutzt werden.Die Odeon-Aktien werden in einer Preisspanne von 28 bis 32 Euro zur Zeichnung angeboten.Das Papier soll am kommenden Montag erstmals am Neuen Markt der Frankfurter Börse notiert werden.

Zrenner sagte, Ziel sei es, mittelfristig den Anteil am deutschen Produktionsmarkt auf rund fünf Prozent zu verdoppeln.Für künftige Zukäufe habe das Unternehmen "sehr viele Ideen und sehr viele Kontakte".Ein Schwerpunkt der kommenden Jahre sei der nationale und internationale Spielfilmbereich.Der Anteil am Gesamtumsatz solle von gut sechs Prozent 1999 auf fast 24 Prozent im Jahr 2001 ausgebaut werden.

Auch im Bereich Fernsehfilme, darunter Serien, werde angesichts der wachsenden Zahl der Sender eine steigende Nachfrage erwartet, sagte Zrenner.Als drittes Standbein wolle das Unternehmen in den elektronischen Handel im Internet (E-Commerce) investieren.Odeon Film produzierte unter anderem den vor kurzem angelaufenen Kinofilm "Asterix und Obelix gegen Caesar" und die TV-Serien "Wolffs Revier" und "Ein Fall für Zwei".

Die konsortialführende HypoVereinsbank teilte mit, beim Börsengang der Odeon Film AG, bislang eine 60prozentige Tochter der Bavaria Film GmbH, würden 800 000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung plaziert.Aus dem Besitz der Bavaria sollten zudem 80 000 Aktien als Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) angeboten werden.Die Zeichnungsfrist ende am Donnerstag.

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