Öffentlicher Dienst : Warnstreiks beginnen in Hessen und im Saarland

In zwei Bundesländern haben Beschäftigte im Öffentlichen Dienst die Arbeit zeitweise niedergelegt. In den kommenden Tagen sollen Streiks in anderen Ländern folgen.

Im Öffentlichen Dienst des Saarlandes und in Hessen haben am Montagmorgen Warnstreiks begonnen. Am Vormittag (11.30) wird Verdi-Gewerkschaftschef Frank Bsirske zu einer Kundgebung vor dem Innenministerium in Saarbrücken erwartet.

Im Saarland legten Beschäftigte unter anderem in der Uniklinik Homburg/Saar, an der Universität in Saarbrücken und in Straßenmeistereien die Arbeit nieder. „Wir erwarten weit mehr als 1500 Streikende“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi, Bernd Oleynik. Zum Arbeitskampf waren auch Beschäftigte der Finanzverwaltung aufgerufen.

In Hessens Behörden rief die Gewerkschaft rund 10.000 Menschen zum Warnstreik auf. Den ganzen Tag sollten Mitarbeiter etwa in Finanzämtern, Universitäten, Forstämtern und Straßenmeistereien die Arbeit niederlegen.

   Im Laufe der Woche sind Warnstreiks auch in anderen Bundesländern geplant. Hintergrund sind Tarifgespräche für bundesweit rund 600.000 Angestellte der Länder, die bisher ergebnislos verlaufen sind.

Die Gewerkschaften fordern ein Plus von 50 Euro und eine lineare Erhöhung von 3 Prozent. Der Verhandlungsführer der Länder, Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), hält das angesichts leerer Kassen für überzogen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 9. März in Potsdam geplant.

Hessen verhandelt für die etwa 47 000 Arbeiter und Angestellten des Landes eigenständig mit den Gewerkschaften, weil das Land 2004 aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgestiegen ist. Die nächste Verhandlungsrunde ist dort für den 16. März geplant. (dpa)

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