Wirtschaft : "Öko-Check 2000": VW Lupo belastet die Umwelt am wenigsten

Weniger Schadstoffe, geringere Lärmbelastung, niedriger Kraftstoffverbrauch: Der Drei-Liter-Lupo von Volkswagen ist nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) immer noch das umweltfreundlichste Auto in der Bundesrepublik. Das erste deutsche Drei-Liter-Auto wurde im "Öko-Check 2000", dessen Ergebnisse am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurden, erneut zum Sieger erklärt, gefolgt vom Toyota Yaris und dem Daihatsu Sirion. In der Kompaktklasse waren laut VCR der Seat Leon Stella und der Audi A2 die Umweltbesten, bei den Familienautos lagen der Ford Focus und der VW Golf Variant vorne.

Der ökologisch orientierte Verkehrsclub kritisierte, dass bislang noch kein anderer Konzern als VW ein serienmäßiges Drei-Liter-Auto anbiete. Dabei hätten beim "Autogipfel" 1995 auch BMW und Mercedes bis zum Jahr 2000 ein serienreifes Sparmobil angekündigt. Es sei "kein Ruhmesblatt für die anderen deutschen Autoproduzenten, dem Drei-Liter-Auto so weit hinterherzuhinken", sagte VCD-Geschäftsführer Dirk Flege. Im Schnitt verbrauche ein neu zugelassener Wagen heute auf 100 Kilometer nur 1,3 Liter weniger als vor zehn Jahren. So sank der Spritverbrauch der verkauften Neuwagen den Angaben zufolge seither lediglich von 8,75 auf 7,42 Liter. Im Stadtverkehr schlucke ein neues Auto immer noch fast 10,2 Liter, berichtete der VCD unter Berufung auf den Verband der deutschen Automobilindustrie. Angesichts der Tatsache, dass kaum ein Auto die Fünf-Liter-Grenze unterschreitet, verlangte der VCD Obergrenzen für den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid. Die EU müsse ab 2005 für Neuwagen einen CO2

Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer festlegen, verlangte Flege. Dies entspreche einem Verbrauch von 4,6 Litern Diesel oder 5,2 Litern Benzin auf 100 Kilometern.

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