Wirtschaft : Ökofleisch ist zunehmend eine Alternative für verängstigte Konsumenten

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Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände ist von British Beef und Dioxin-Schweinen bedient: "Zur Vorbeugung von Gesundheitsrisiken"empfehlen die Verbraucherschützer"höchstens ein bis zwei Fleischmahlzeiten pro Woche". Hintergrund: Rund 90 Prozent des deutschen Rind- und Schweinefleischs lassen sich nicht garantiert von der Fleischtheke zum Tier zurückverfolgen, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in einer Umfrage unter 2500 Fleischhändlern herausgefunden hat. Daran ändern auch die rund 80 Qualitäts-Gütesiegel, mit denen die deutsche Fleischwirtschaft und der Handel werben, wenig: Oft werde mit haltlosen Versprechen gearbeitet, sagt der BUND. Für viele bleibt da als Alternative nur Ökofleisch - also Fleisch aus einem Betrieb, dessen gesamter Ablauf nach ökologischen Grundsätzen aufgebaut ist. "Wer echte Qualität will, kauft Ökofleisch", meint der BUND.

Vertrauenswürdige Produkte seien mit dem Siegel eines der anerkannten Verbände des Öko-Landbaus oder seiner Handelsmarken gekennzeichnet - wie etwa Biopark, Füllhorn, Landfrau, ANOG, Bioland, Demeter, GÄA, Naturland und Ökosiegel. Diese haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL) zusammengeschlossen. Bei einer BUND-Untersuchung der einzelnen Fleischprogramme waren die AGÖL-Mitglieder die klaren Gewinner: Von neun erreichbaren Punkten erhielten sie durchweg sieben oder acht. Mithalten konnten da nur noch der Öko-Fleisch-Anbieter Ökobund und das Markenfleischprogramm Neuland, das höchste Anforderung bei der artgerechten Tierhaltung erfüllt.

Die Zeiten, in denen man Ökofleisch fast nirgendwo kaufen konnte, sind inzwischen vorbei. Ökofleisch gibt es auf Bestellung in vielen Naturkostgeschäften, bei zahlreichen Metzgern, die sich darauf spezialisiert haben, in einigen Supermärkten und verstärkt auch auf Wochenmärkten.

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