Wirtschaft : Ökonomen erwarten mehr Wachstum

-

Berlin Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland nach oben korrigiert. In diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent zunehmen, erklärte das Institut am Donnerstag in Kiel. Bislang hatten die Forscher ein Plus von 1,6 Prozent angenommen. Grund sei die starke Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland, hieß es.

Das IfW ist das erste der sechs Forschungsinstitute, das seine Annahme nach oben korrigiert. „Die Konjunkturerholung in Deutschland setzt sich in mäßigem Tempo fort“, erklärten die Forscher. Für Deutschland und die Euro-Zone sei ein dynamischer Aufschwung aber weiter nicht in Sicht. Die US-Wirtschaft bleibe die Konjunkturlokomotive, auch wenn wegen steigender Zinsen das Wachstum nächstes Jahr schwächer ausfallen werde.

Der starke Export habe die Wirkungen des zuletzt sehr teuren Öls mehr als kompensiert, schrieben die Wirtschaftsexperten. Der Außenhandel werde der Motor der deutschen Konjunktur bleiben. Allmählich komme auch die Nachfrage im Inland in Gang, allerdings mit „geringer Dynamik“. Im kommenden Jahr werde dann das Tempo der Weltwirtschaft etwas nachlassen, so dass dann nur noch mit einer um 1,3 Prozent wachsenden Wirtschaftsleistung zu rechnen sei. Damit teilt das IfW die Sorgen des Wirtschaftsverbandes DIHK. Er hatte am Montag erklärt, der Aufschwung werde sich im letzten Quartal 2004 wegen der schwächeren Weltkonjunktur wieder abschwächen.

Noch aber läuft die wichtige Wirtschaft der USA gut – das zeigen die jüngsten Zahlen zum US-Konjunkturbarometer. Der Index aus mehreren Frühindikatoren legte im Mai um 0,5 Prozent zu, ermittelte das private Institut Conference Board am Donnerstag. Im April hatte die Zunahme nur bei 0,1 Prozent gelegen. brö

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben