Wirtschaft : Ökoverbände: Energiewende spart Geld Studie geht von 7,5 Milliarden Euro aus

Berlin - Deutsche Umweltschutzverbände haben ein Ende der „Angstmacherei“ beim Thema Energiewende durch große Stromkonzerne und mit ihnen verbundene Lobbyisten gefordert. Diese versuchten, die Umstellung mit „Horrorzahlen“ über die angeblichen Kosten und andere negative Aussagen zu blockieren, erklärte der Deutsche Naturschutzring (DNR) am Freitag in Berlin. Dabei profitierten von der Energiewende „alle“ – etwa durch wegfallende Kosten und Risiken für die Atomenergie, wachsende Unabhängigkeit von Rohstoffimporten und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Land. Auch die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), eine von Unternehmen und Verbänden der Alternative-Energien-Branche getragene Einrichtung, betonte am Freitag die Vorteile der Energiewende. Die positiven Effekte stellten deren Kosten „in den Schatten“, erklärte die AEE in Berlin.

Als Beleg diente eine Studie verschiedener Institute, darunter das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Den Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien in Höhe von 13,5 Milliarden Euro standen demnach 2011 Nutzeneffekte von mindestens 21 Milliarden Euro gegenüber. Dazu zählten unter anderem Einsparungen in Höhe von 2,9 Milliarden Euro durch die Vermeidung von Energieimporten, kommunale Wertschöpfungseffekte von 7,5 Milliarden Euro sowie vermiedene Umwelt- und Klimaschäden im Gegenwert von acht Milliarden Euro. Außerdem sei bei der Förderung erneuerbarer Energien der „Scheitelpunkt in Sicht“, erklärte AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer. Laut Prognosen würden diese ab Mitte des Jahrzehnts „schnell und stetig“ günstiger, während sich Strom aus fossilen Quellen wie Öl und Kohle weiter verteuere. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben