Wirtschaft : Öl-Branche erwartet steigende Energiepreise

WIEN (rtr/dpa).Die von den Hauptförderländern beschlossene Drosselung der Rohölproduktion könnte nach Brancheneinschätzung im kommenden Winter zu steigenden Energiepreisen führen.Voraussetzung sei aber, daß sich die Ölförderländer an die vereinbarte Verknappung des Angebots hielten, erklärten Konzerne und Fachleute am Donnerstag.An den Rohstoffmärkten sanken die Ölpreise wieder, nachdem sie zuvor über 14 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen waren.Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hatte sich am Mittwoch in Wien darauf verständigt, ihre Förderung ab 1.Juli um weitere rund fünf Prozent zu drosseln, um den Verfall der Rohölpreise zu stoppen.Die tägliche Förderung soll um 1,355 Mill.Barrel reduziert werden.Bereits im März hatte die Opec beschlossen, die Förderung um 1,245 Mill.Barrel zu senken.

Der Präsident der japanischen Gesellschaft Nippon Oil, Hidejiro Ohsawa, erklärte, sollten die Vereinbarungen eingehalten werden, würden sich die Rohölpreise erholen und dürften mit Beginn der Wintersaison steigen.Der Chefvolkswirt von British Petroleum (BP), Peter Davies, sagte, die Preise für Rohöl würden sich auf dem Niveau der vergangenen zehn Jahre stabilisieren, wenn alle Opec-Mitglieder sich an ihr Abkommen hielten.Dies bedeute einen Preis von 15 bis 20 Dollar je Barrel.Händler erklärten, die Märkte warteten jetzt ab, ob die Drosselung wirklich umgesetzt werde.

Die Rohölpreise reagierten zunächst nicht.Nordseeöl der Marke Brent wurde in London Donnerstag mittag mit 13,44 Dollar notiert.Der Schlußstand am Mittwoch hatte 13,61 Dollar betragen.Für Opec-Öl waren am Mittwoch 11,93 Dollar je Barrel bezahlt worden gegenüber 12,11 Dollar am Vortag.

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