Öl-Förderung : Die Opec dreht den Hahn nicht auf

Trotz hoher Ölpreise wird die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ihre Förderung wohl nicht deutlich ausweiten. Die Verantwortung für das rekordverdächtige Preisniveau weist die Organisation weit von sich.

Abu Dhabi"Die Opec wird ihre Fördermengen entweder beibehalten oder eine Geste einer Erhöhung von 500.000 Barrel pro Tag machen", verlautete aus Kreisen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) in Abu Dhabi. Die Opec berät am Mittwoch in Abu Dhabi über künftige Fördermengen. Eine Erhöhung könne beschlossen werden, obwohl "der Markt mehr als befriedigt ist", hieß es weiter. Dann könne die Opec zumindest nicht mehr für die Ölpreise von zwischenzeitlich knapp 100 Dollar pro Barrel verantwortlich gemacht werden.

Die Opec-Staaten, die für 40 Prozent der weltweiten Ölförderung stehen, fürchten, dass eine deutliche Erhöhung der Fördermengen zu einem weiteren Rückgang des Ölpreises führen könnte. Nachdem der Preis für ein Barrel vor wenigen Wochen auf ein Allzeithoch von knapp 100 Dollar gestiegen war, fiel er zuletzt wieder auf rund 88 Dollar. Die Opec macht Spannungen in Krisengebieten und die Spekulation der Händler für die zuletzt hohen Ölpreise verantwortlich. Zahlreiche Analysten dagegen glauben, dass angesichts der rasant zunehmenden Nachfrage etwa aus Indien und China zu wenig Öl auf dem Markt ist. (mac/dpa)

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