Wirtschaft : Ölpreis klettert vor Opec-Sitzung

Keine Versorgungskrise zu erwarten WIEN (rtr).Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) will die Drosselung ihrer Produktion vertraglich festlegen, um den Verfall des Ölpreises am Weltmarkt zu stoppen.Auf einer Sondersitzung am Montag nachmittag in Wien sollen die kürzlich vereinbarten Fördermengen formell beschlossen werden.Die Opec will die Fördermenge um 2,3 Prozent oder 1,25 Mill.Barrel pro Tag senken und auch die Nicht-Opec-Staaten sagten eine Drosselung ihrer Produktion zu.Das Abkommen, das am 22.März vereinbart worden war, wird von zehn Opec-Staaten sowie zahlreichen weiteren Staaten getragen, die nicht dem Ölkartell angehören.Irak sprach sich gegen eine Senkung der Förderquote aus. Die Ankündigung aus Norwegen, die Fördermenge zu senken, ließ den Ölpreis am Montag steigen.Die marktführende Ölsorte Brent kostete an den asiatischen Märkten 15,43 Dollar pro Barrel und lag damit acht Cents über dem Schlußstand vom Freitag.Seit Bekanntwerden der Opec-Pläne Ende März ist der Preis um rund zwei Dollar gestiegen. Trotz der drohenden Preissteigerung bei Rohöl rechnet der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgas-Gewinnung nicht mit einer Ölkrise.Rußland habe bereits signalisiert, daß es seine Produktion nicht einschränken wolle, sagte der Sprecher des Verbandes, Johannes Leiner, am Montag im InfoRadio Berlin.Im übrigen entspreche "eine Reduzierung um 1,6 bis 2 Mill.Barrel nur 2,5 Prozent der täglich geförderten Erölmenge - das ist also nicht furchtbar viel".Außerdem habe es trotz der Vorgabe der Quotensenkung durch die Opec immer wieder Mitgliedsländer gegeben, die sich an solche Vereinbarungen nicht gehalten hätten.Leiner fügte hinzu, selbst wenn sich die Opec-Staaten auf eine Reduzierung der Fördermengen einigen würden, sei nicht mit einem enormen Preisanstieg zu rechnen.

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