Wirtschaft : Örtlicher Nahverkehr: Die Bahn steigt um

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Die Deutsche Bahn will in den örtlichen Nahverkehr einsteigen. Wie Ulrich Homburg, Marketing-Vorstand der Nahverkehrstochter DB Regio AG, dem Handelsblatt sagte, gebe es "mit mehr als einem Dutzend" städtischer Bus- und Bahn-Gesellschaften Verhandlungen. Weithin einig sind sich Bahn und die Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG. Die beiden Unternehmen wollen den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) "vom Stadtbus bis zum Regionalexpress" in einer Gesellschaft zusammenführen. Nach Angaben von Üstra-Vorstandschef Heinrich Ganseforth wollen die Partner je 40 Prozent halten. Als Finanzinvestor ist die NordLB im Gespräch - für den auf fünf bis sieben Jahre veranschlagten Umstrukturierungsprozess.

Die Hannoveraner waren länger auf der Suche nach einem strategischen Partner. Sie hatten laut Ganseforth "auch die Ausländer abgeklappert". Hintergrund ist die von der EU angepeilte Liberalisierung des ÖPNV-Marktes. In einigen Jahren müssen sich die kommunalen Verkehrsbetriebe bei europaweiten Ausschreibungen dem Wettbewerb stellen. Für die Bahn sprach in Niedersachsen, dass sie, anders als die ausländischen Konzerne, attraktives Geschäft in die Partnerschaft einbringt: Dank der Expo verfügt Hannover neben der Üstra-eigenen Stadtbahn über ein neues S-Bahn-Netz.

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