Wirtschaft : Oetker wächst mit Bier und Schiffen Mischkonzern will Brau und Brunnen verkaufen

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Bielefeld Die zum Bielefelder Oetker- Konzern gehörende RB Brauholding will den größten Teil ihres Geschäftes mit alkoholfreien Getränken verkaufen, darunter auch die Berliner Brau und Brunnen (BuB) Mineralquellen GmbH. Dies bestätigte der Chef von Oetkers Bierholding, Ulrich Kallmeyer, am Dienstag am Rande der Bilanzpressekonferenz der Oetker-Gruppe in Bielefeld. „Ich rechne mit einer Entscheidung über den Verkauf innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate“, sagte Kallmeyer dem Handelsblatt.

Zur Disposition steht auch die Sinziger Mineralbrunnen GmbH, die 2004 zusammen mit der Dortmunder Brau und Brunnen AG von Oetker übernommen wurde. Einziges „Juwel“ im alkoholfreien BuB-Sortiment ist derzeit die Marke „Vita-Cola“, die in manchen Regionen Ostdeutschlands Marktführer unter den Cola- Getränken ist. Deshalb gilt der Coca-Cola- Konzern in Branchenkreisen als heißester Favorit unter den potenziellen Erwerbern.

Vor allem durch den Erwerb von Brau und Brunnen stieg der Umsatz des Oetker- Konzerns im vergangenen Jahr um 26 Prozent auf 6,43 Milliarden Euro. Nach Abzug der Währungseffekte durch den schwachen US-Dollar in Höhe von 205 Millionen Euro und der Akquisitionen lag der Umsatzanstieg 2004 noch bei respektablen 13,7 Prozent. Dazu trug auch der Erfolg im internationalen Reedereigeschäft bei, das Oetker mit der Reedereigruppe Hamburg Süd betreibt. „Mit dem Ertrag sind wir zufrieden“, sagte Konzernchef August Oetker, der sich traditionsgemäß nicht über Gewinne oder Verluste des Familienunternehmens äußert. ire/HB

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