Wirtschaft : Offenbar Bewegung im Tarifkonflikt des Bankgewerbes Arbeitgeber bieten Termin an

FRANKFURT (MAIN) .Die Gewerkschaften des Bankgewerbes sind nur bei einem neuen Angebot zu weiteren Verhandlungen mit den Arbeitgebern bereit."Wir wollen keinen neuen Termin, um wieder das gleiche Spiel zu treiben wie am Dienstag in Frankfurt", sagte der Verhandlungsführer der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Gerhard Renner, gegenüber der Deutschen Presseagentur.Nach dem Scheitern der Verhandlungen müßten zuerst die Arbeitgeber neue, verbesserte Offerten auf den Tisch legen."Erst auf Basis dieses Signals sind wir bereit, wieder zu verhandeln", betonte das DAG-Vorstandsmitglied.

"In aller Schärfe" wies Renner den Vorwurf des Arbeitgeber-Verhandlungsführers Tessen von Heydebreck zurück, die Gewerkschaften hätten die Öffentlichkeit falsch über den Verhandlungsstand informiert.Auch die Darstellung der Arbeitgeber, die Verhandlungen hätten kurz vor einer Lösung des Tarifkonflikts gestanden, träfen nicht zu."Die Gewerkschaften haben erklärt, sie wollten weiterverhandeln", sagte Renner."Es waren die Arbeitgeber, die gesagt haben, sie benötigten eine Denkpause."

Von Heydebreck hatte gesagt, die Arbeitgeber erwarteten "eine ungestörte Fortsetzung der Verhandlungen".Dazu bieten sie einen neuen Termin Ende März an.Nach seinen Worten seien die Arbeitgeber in der Frage der Gehaltserhöhung "durchaus konkret geworden", allerdings nicht im Rahmen eines förmlichen Angebots.Auch die ersatzlose Streichung des 13.Monatsgehaltes habe die Arbeitgeberseite "zu keiner Zeit vorgehabt".Vielmehr solle das 13.Gehalt voll erhalten bleiben.Lediglich ein Teil der linearen Einkommenszuwächse solle zurückgehalten werden, um daraus gestaffelte Leistungsprämien für die Beschäftigten zu finanzieren.Neben der Abschaffung des Arbeitsverbots an Sonnabenden bestehen die Arbeitgeber weiterhin auf einer "Straffung und Aktualisierung" der Gehaltstabelle.Nach ihren Vorstellungen sollen statt neun künftig nur noch sieben Gehaltsgruppen existieren.Einstufungen nach Dienstalter sollen entfallen.Allerdings werde es für die aktuellen Belegschaften die volle "Wahrung ihres Besitzstandes" geben, versicherte von Heydebreck."Die Reform der Vergütungsstruktur soll keine Verlierer produzieren."

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