Wirtschaft : Ohne Draht auf Draht (Kommentar)

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Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, als wir die auf der Straße telefonierenden Menschen belächelt haben: Können die es nicht erwarten, bis eine Telefonzelle vorbei kommt? Die Zeiten haben sich geändert. Zuerst haben wir gelernt, dass kein Amerikaner weiß, was ein Handy ist, weil sie dort alle mobile oder cellular sagen. Dann haben wir uns selbst so ein Ding gekauft, und jetzt wundern wir uns auch nicht mehr über die Aussicht, dass am Ende des Jahre jeder zweite Deutsche mobil telefoniert. Telefonzellen gibt es kaum mehr, und zu Hause stolpern wir über die veralteten Kabel. Das Verbreitungstempo von Internet und Mobilfunk übertrifft alle bisherigen Erfindungen - vom alten Telefon bis zum Fernsehen. Beim Mobilfunk sind die Europäer - besonders die Finnen, Italiener und Deutschen - den Amerikanern voraus. Solche Märkte erfreuen den Unternehmersinn. Kein Wunder, dass die Bieter für die schnellen UMTS-Lizenzen gigantische Summen von bis zu 50 Milliarden Mark in den Ring werfen. Wer hier zum Zuge kommt, kann durch die mobile Welt Sprach- und Textnachrichten schicken, bei Bedarf sogar ganze Spielfilme.

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