Ombudsmann : Bürger holen sich Hilfe für Streit mit Versicherern

Der Ombudsmann für die Versicherungen ist ein gefragter Mann: Immer mehr Kunden holen sich bei ihm Rat, wenn sie mit ihren Versicherern im Clinch liegen.

Gefragter Mann: Der Ombudsmann für die Versicherungen Günter Hirsch.
Gefragter Mann: Der Ombudsmann für die Versicherungen Günter Hirsch.Foto: dpa

Immer mehr Bürger holen sich im Streit mit Versicherern Hilfe vom zuständigen Ombudsmann. Dies galt im vergangen Jahr vor allem für Streitigkeiten über Lebensversicherungen, wie sich aus dem Jahresbericht ergibt, den Ombudsmann Günter Hirsch am Mittwoch in Berlin vorlegte. Demnach haben die Beschwerden auch immer häufiger Erfolg. Insgesamt zählte Hirsch 18740 Beschwerden, 8,6 Prozent mehr als 2012.

Hirsch für die Zahl der Beschwerden auf eine Reihe wichtiger Urteile zurück

Den Anstieg der Beschwerdezahlen bei Lebensversicherungen um 13,2 Prozent gegenüber 2012 führte Hirsch auf eine Reihe wichtiger Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) zurück, dessen Präsident er früher war. In den Grundsatzentscheidungen war unter anderem festgestellt worden, dass die Verrechnung von Abschlusskosten in den ersten Jahren die Kunden unangemessen benachteiligte. Zudem konkretisierte der BGH den Mindestrückkaufswert von Lebensversicherungen zugunsten der Verbraucher.

Versicherer folgen Vorschlägen des Ombudsmann

Die Erfolgsquote der Beschwerden in diesem Zusammenhang sei deshalb "deutlich" auf 34 Prozent angestiegen, führte Hirsch aus. Hintergrund vieler Beschwerden sei aber kein direkter Streit gewesen, sondern dass die Versicherer für die Neuberechnung auf Grundlage der BGH-Rechtsprechung lange brauchten. In der Regel hätten die Unternehmen in solchen Fällen auf Intervention des Ombudsmanns "sofort abgeholfen" oder seien dessen Vorschlag gefolgt, heißt es in dem Bericht. AFP

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