Online-Modehändler : Zalando wächst langsamer

Der Berliner Internethändler sucht weiteren Investor.

Der spät einsetzende Sommer hat bei Europas größtem Internet-Modehändler Zalando das Wachstum gedämpft. „Die Sommersaison war nicht leicht. Die Rabatte waren hoch, weil der Sommer so spät kam“, sagte Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter am Mittwoch. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal 2013 um 70 Prozent auf 437 Millionen Euro, nachdem er im ersten Quartal noch um 74 Prozent gewachsen war. Allerdings habe Zalando zuletzt auch nicht in neue Märkte expandiert, sagte Ritter.

Ein Börsengang von Zalando sei eine mittelfristige Möglichkeit, bekräftigte der Manager. „Es steht derzeit nicht an, aber es ist eine Option für die Zukunft, auf die wir das Unternehmen vorbereiten.“ Jedenfalls gebe es seitens der Investoren ein großes Interesse an dem auf Schuhe, Bekleidung und Accessoires spezialisierten Onlinehändler, sagte er. Zuletzt war der kanadische Lehrer-Pensionsfonds OTPP (Ontarios Teachers’ Pension Plan) mit zwei Prozent bei Zalando eingestiegen. Für weitere zwei Prozent sucht Zalando noch einen Investor. Einen Bericht des „Spiegel“, ein großer US-Pensionsfonds könnte den Anteil übernehmen, wollte Ritter nicht kommentieren. Die größten Zalando-Gesellschafter sind die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik, der European Founders Fund der Investoren-Brüder Samwer sowie der dänische Modeunternehmer Anders Holch Povlsen.

Zalando mit Sitz in Prenzlauer Berg wurde 2008 gegründet, wächst seitdem rasant. Den direkten Wettbewerber, den britischen Internet-Modehändler Asos, hat Zalando beim Umsatz bereits überholt. Aber während Asos am Mittwoch für das Ende August abgelaufene Geschäftsjahr vor Steuern einen Gewinn von 64 Millionen Euro bekannt gab, machte Zalando 2012 operativ rund 80 Millionen Euro Verlust. Zur aktuellen Ergebnissituation sagte Zalando nichts. Reuters

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